Mir träumt...

Ich wär ein großer Dichter
Könnt’ Wörter weben - reimen leicht
Zu Melodien tanzend Lichter
Schwebend - doch nicht allzu seicht
Mir träumt...
Dass Worte sich verschmelzen
Zu einem herrlich Blumenstrauß
Könnt meine Leser fein verzücken
Doch leider - oft - geh'n Worte aus
Mir träumt...
Auch Sehnsucht zu beschreiben
In Lyrik - das Geschehen
Die Sinnlichkeit des Lebens
In Prosa zu verstehen
Mir träumt...
Ich könnte später
Ein kleiner HESSE sein
Und find mich in nem Büchlein
Sehr klein - doch gut und fein
Mir träumt...
Mein Publikum verzücket
Sich abends in die Kissen legt
Die Sehnsucht bringt mich um den Schlaf
Dass sich in mir - kein Dichter regt
Doch leider...
Ist der Zug schon bald
Vom Bahnhof abgefahren
Zu reimen - lyrisch - fein gewoben
Das lern ich nicht - in hundert Jahren
Mir träumt... obgleich es fast zu spät
Es wär... so schön gewesen
Als Grabred - sollt man mir jedoch
MEINE Gedichte lesen!
© Hilda Röder
erbsenrot - 2005/06/27 17:44
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