Enkelkind

Nur noch drei Mal

hampelmann
Es geht das Telefon am Morgen:
„Ommi, Ommi, bist du da?“
„Hallo Enkelchen, du liebes
kleines Schätzchen, aber ja!“

„Nicht kleiner Schatz, du Ommi,
großer Schatz bin ich.“
„Ja, die Omi weiß, mein Erbschen,
irrte leider sich.“

„Ommi, ich will zu dir kommen,
holst du mich zu dir?“
„Enkelerbschen, ich verspreche,
bald bist du bei mir,

noch drei Nächtchen schlafen,
drei Mal aufgewacht,
drei Mal in die Windel
groß A-A gemacht.

Und dann wirst du hier sein,
hier in meiner Stadt,
damit Omi-Erbse
dich im Arm bald hat!“





©Hilda Röder, im Februar 2008

Wenn eine Erbse wieder Omi wird

Erbse-Avatar
Ein neues Enkelerbschen
klopft leise an die Tür:
„Bin winzig klein – nur erbsengroß,
doch kann ich nichts dafür.

Ich wachse schnell – gedeihe gut,
häng’ fest an Mamas Tröpfchen,
hab schon ein kleines rotes Herz
und auch ein süßes Köpfchen.

Doch komm’ ich aus der Schote raus,
bin ich bestimmt gefräßig,
dann werd’ ich futtern, wie ein Bär
und freu mich - erbsenmäßig!“



©Hilda Röder, im Januar 2008

Irre kirre

fuesschen
„Irre kirre“, sagt mein Enkel
„Irre Omi … ist die Welt
Kirre irre - irre kirre
Weißt du, dass sie mir gefällt?“

Ja, mein Enkel kann schon sprechen
Grad elf Wochen ist er alt
Schaut mich an mit strahlend Augen
Und sein Patschehändchen hält
Meinen Finger fest umklammert
Gluckst und kirrt nun ganz erbaut
Lebhaft spricht sein kleines Mündchen
Gurt mit kehlig tiefem Laut

„Irre kirre, liebe Omi
Kirre irre ist die Welt
Und ich seh in deinen Augen
Dass mein Kirren dir gefällt“



©Hilda Röder

Dieses Lächeln

Dieses Lächeln ist bezaubernd
So was sah die Welt noch nicht
’s Ist, als wenn die Sonne aufgeht
Warm und freundlich - strahlend Licht

Dieses Grübchen in der Wange
Dieses Augenglitzern froh
Dieses “Ja,ich mag Dich“ Lächeln
Ach, das liebe ich doch so

Und nun schmelze ich dahin
Tränchen kommt geschwind
Wenn Du lachst mir in mein Herz
Du mein liebes Enkelkind




©Hilda Röder

Mein allerliebstes Enkelerbschen

Fünf Wochen alt ... mein süßes kleines Erbschen
Hast Deine erste Lebenszeit verbracht
Mit Schlafen - Saugen - Schlafen - Saugen - Schlafen
Und in der Zwischenzeit - die Windeln vollgemacht

Mein liebes kleines süßes Enkelerbschen
Seit ein paar Tagen, entdeckst Du nun die Welt
In der Du einfach bist hinein geboren
Und es sieht aus - als ob’s Dir hier gefällt

Du kannst nun sehen ... rot, orange, Bärchen
Omi’s Rotschopf hast Du im Visier
Du quiekst und lachst und strampelst in der Wiege
Es jauchzt - das übervolle Herz nun mir

Mein allerliebstes kleines Omi-erbschen
Ich kann Dich oft - für kurze Zeit nur sehen
Nun sitz ich wieder hier im Zug nach Hause
Und hab’ schon Sehnsucht ... kannst Du das verstehen?




©Hilda Röder, im September 2005

Lebenswillen

Ich denke an Dich - mein lieber süßer Enkel
Du bist ganz neu auf dieser großen Welt
Man zeugte Dich, ganz ohne Dich zu fragen
Ob Du willst leben - ob Dir das gefällt

Als Du geboren, fingst Du an zu atmen
Und niemand hat Dir je erzählt wie’s geht
Als Wunder - kann ich so was nur empfinden
Obwohl Erklärung - in den Büchern steht

Dein Lebenswillen zeigst Du - durch Dein Saugen
An Mamas Brust, mit süßer Babykraft
Dein suchend’ Mündchen findet rasch die Quelle
Ich frag’ mich stets, wie hast Du das geschafft

Du schläfst und trinkst ... und trinkst und schläfst
Entdeckst die Welt mit großen blauen Augen
Doch was Dich wirklich ernsthaft interessiert
Ist einzig und allein - das wunderbare Saugen!




©Hilda Röder, im August 2005

Im blauen Stubenwagen

Im blauen Stubenwagen
Liegst Du, mein Enkelkind
Und ich will Dir jetzt sagen, wie
Bezaubernd ich das find’

Ich wiegte Dich ganz sanft in Schlaf
Und legte Dich hinein
Ganz zart und sehr behutsam
Du bist doch noch so klein

Entspannt ist Dein Gesichtchen
Die Händchen öffnen sich
Die kleinen langen Fingerchen
Ja, sie verzaubern mich

Ich nehme zart Dein Händchen
In meine große Hand
Und küsse es - zum Abschied
Nun geh - ins Träumeland ...




©Hilda Röder, im August 2005

Unbeschreibliches Gefühl

Es ist ein Gefühl
Der Unsterblichkeit
Ein Gefühl
Des Weiterlebens

Etwas von dir
Bleibt erhalten
Bestimmt für dich
Die Zukunft

Auch fliegt deine Seele
Dem Himmel entgegen

Lebt hier
Auf Erden
Dein Enkel

Und in
Seinem Herzen
Lebst du
Weiter




©Hilda Röder

Ein Zauber schwingt in mir

Ein Zauber schwingt in mir
Gefühle
Tiefen Glückes

Ein Wunder ist geschehen
Durch Dich
Mein Enkelchen

Ein neuer kleiner Mensch
Gezeugt
Aus reiner Liebe

Das Wunder
Kleines Zauberwesen
Das Wunder

Bist DU!




©Hilda Röder

Geliebte Schwiegertochter - Sohn

Geliebte Schwiegertochter - Sohn
Mein Herz schlägt heftig Wogen
Ihr schenktet mir ein Enkelkind
Vom Himmel kam’s geflogen

Ein kleiner Junge - ganz gesund
Mit allem drum und dran
Mit dunklem Haarschopf, zarter Flaum
So süß der kleine Mann

Er schaute mich - im Traume an
Und sagte: „Ich bin hier
Ich bin jetzt umgezogen
Es war zu eng nun mir

Ich wollte meine Mammi seh’n
Und Pappi und auch Dich
Und Opa, der doch bastelte
Ein Bettchen - nur für mich!“

Geliebte Schwiegertochter - Sohn
Hab’ Dank für dieses Enkelkind
Ich schenk’ euch innigst meine Liebe
Und schick’ sie - mit dem Wolkenwind



©Hilda Röder

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