Das Leben

Klammre Dich nicht ...

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Halte nicht fest
An der Rose im Sommer
Ihr Sterben … wird Dich
Traurig machen

Gewöhne Dich nicht
An Hab und Gut
Nichts davon …
Hat ewig Bestand

Klammre Dich nicht
An der Liebe von einst
Sie konnte nicht bleiben …
Wollt’ wandern

Doch halte gut fest
Das jetzt und hier
Der Augenblick …
DER - gehört Dir!



©Hilda Röder

Das Haus ist leer

allein
Das Haus ist leer - die Gäste weg
Die Letzten sind gegangen
Ja, wie im Fluge rasendschnell
Die Stunden - sie zerrannen

Die halben Nächte durchgequasselt
Am morgen lang geschlafen
Gekocht, gelacht und auch gespielt
In Frieden - wir uns trafen

Der Lichterbaum noch festlich brennt
Die Päckchen sind verschwunden
Klavier geschlossen - Noten weg
Kein Lied ist mehr im Munde

Auch wenn die Zeilen etwas traurig
Und leise melancholisch klingen
So bin ich dankbar für die Tage
Sie werden lang noch - in mir singen





©Hilda Röder, im Dezember 2004

Wenn ich noch einmal leben könnte.......

clown1
Wenn ich noch einmal leben könnte
Das wär’ schon eine Sache
Dann würde ich mir überlegen
Was ich wohl anders mache

Ich glaub, ich würde viele Dinge
Viel leichter nehmen - nicht so schwer
Die Wertigkeiten anders legen
Das Glas halbvoll und nicht halbleer

Ich würde gern mehr Fehler machen
Nicht so ein braves Mädchen sein
Und viel mehr auch an mich mal denken
Auch hin und wieder - eklig sein

Ich möchte noch mehr Bücher lesen
Als ich es je getan
Und mich in der Musik verlieren
Mit Lohengrin und Schwan

Wenn ich - noch einmal leben könnte
Ich würde viel mehr spielen
Black Jack und Poker in Las Vegas
Es gibt der Möglichkeiten viele

Und dann möcht’ ich mehr barfuss laufen
Durch Felder und durch Wiesen
Und pflücken Blumen - für mein Haar
Wie würd’ ich das genießen

Ich würde schwimmen nackt im See
Auch wenn es wär verboten
Und reisen um die ganze Welt
Zuerst zu den Lofoten

Wenn ich - noch einmal leben könnte
Würd’ nur noch schreiben - Verse - Reim
Und mir einen Verleger suchen
Der machte mir ein Büchlein klein

Lieben - würd’ ich viele Menschen
Als allererstes jedoch mich
Mich abhängig - von einer Liebe
Machen - würd’ ich sicher nicht

Würd’ erst verlier’n mein liebend Herz
Wenn ich mein Selbstwert aufgebaut
Dann spürt’ ich weitaus wen’ger Schmerz
Und hätte mir mehr zugetraut

Ich würde mit den Kindern toben
Weniger schimpfen und erzieh’n
Und auch mal um Verzeihung bitten
Wenn sie ’ne traurig’ Schnute zieh’n

Wenn ich noch einmal leben könnte
Vielleicht - würd’ ich viel anders machen
Doch eins, das wär’ genau wie heut’
Ich würde ganz - ganz - ganz oft - lachen!






©Hilda Röder, im Januar 2005

Zwei alte Wanderschuhe

Zwei alte Wanderschuhe
Abgestellt
Im Kellerschrank
Sie erzählen mir
Von Bergpfaden
Mühsam und schwer
Obgleich unendlich schön ...

Erinnern mich
An Klettersteige
Ausgesetzt - anstrengend
Und ach, so lohnend ...

Zeigen Bilder
Von gemeinsamen Urlauben
Mit den Kindern
Wochen
Voller Fröhlichkeit ...

Zwei alte Wanderschuhe
Aus zähem Leder
Sie sagen mir ...

Halte fest
Die Erinnerungen
Ein Stück Leben
Entschwunden
Gelebtes Leben
Vorbei
Und trotzdem ...

Es gehört zu Dir

Wie das Heute!





©Hilda Röder, im März 2004

Erbsenrot und ihre Gedichte

......viel Spaß beim Schmökern!

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