Lustiges

Ein Stück Käsekuchen gefällig?

Erbse-Avatar
Ich back’ dir einen Käsekuchen,
traditionell mit feinem Quark,
nach Deutschem uralten Rezept
und glaub’ es mir - der ist echt stark.

Komm virtuell mal bald vorbei
in meine Zauberküche.
Du kannst sie finden - ganz bestimmt
nach ihrem Wohlgerüche.

Nun setz dich an den großen Tisch,
der Kaffee duftet schon,
der Käsekuchen lacht dich an,
ich schneid’ Dir was davon.

Ein Stückchen Heimat schenk ich Dir
mit diesen Kuchenzeilen
und hoffe doch von Herzen gern,
dass sie nun zu Dir eilen!




©Hilda Röder, im Januar 2008

Trau niemals einer Amsel nicht...

Ein Wurm - in meinem Garten klein
wollte genießen den Sonnenschein
streckte sein Köpfchen aus Mutter Erde
auf dass er auch mal - schön braune werde

Da kam eine große Amsel geflogen
und hat dann - an dem Wurm gezogen
wohl zwanzig Zentimeter lang
es wurd dem Wurm ganz angst und bang

Die Amsel zerrte ihn am Leib
der Wurm schrie laut: „Adieu, mein Weib
ich muss nun von dir gehen -
kein Schwein hört hier mein Flehen!“

Und die Moral von der Geschicht:
Trau niemals einer Amsel nicht
denn wenn du willst - ihr doch vertrauen
dann wird sie dich - mit Fleiß - verdauen!






©Hilda Röder, Juni 2007

So ne dumme Kuh!

Warum ärgere ich mich?
Bin ich blöd… bin ich dumm?
Reg mich auf für Kinkerlitzchen
Wäre ich doch besser stumm!

Warum ärgere ich mich jetzt?
Gibts nichts besseres zu tun?
Seh ich nicht die Sonne scheinen?
Kann mein Ego nicht mal ruhn?

Warum ärgere ich mich bloß
So ne dumme Kuh!
Wenn ich noch so weiter mach...

Sag ich auch noch MUH!



©Hilda Röder, im September 2005

Im Wartezimmer beim Urologen

Da sitz’ ich doch beim Urologen
Das Wartezimmer, brechend voll
Und wie’s so ist auf dieser Welt
Von Krankheit reden……ist ganz toll

Nun…..neben mir da sitzt ein Herr
Schon älter und nicht abgeneigt
Und sucht mit mir zart den Kontakt
Will mir erzählen…….Blutdruck steigt

Als Einstieg, denkt er, frag’ ich mal
Was sie denn hat für Klage
Sie lacht mich nett und freundlich an
Sodass ich es jetzt wage

Er macht sich Mut und holt tief Luft
(’s ist fast schon ein Traumata)
Lächelt mich an……und fragt ganz lieb….

„Haben Sie’s auch…….an der Prostata?“






©Hilda Röder, im Oktober 2004

Tango mit dem Staubsauger

Oh, wie schön…..ihr lieben Leute
Ordentlich geputzt wird heute
Meine Wohnung sagt mir Dank
Denn nun wird sie blitze blank

Wirbele Mopp und feuchtes Tuch
Wienere Wachs mit Wohlgeruch
Reibe Fenster…klare Scheibe
Sauge Staub, wie ich’s beschreibe

Staubsauger wird fest umarmt
An der Brust schön angewärmt
Und im Gleichschritt eins, zwei, vier
Tanzen wir den Tango hier

Schmiegt sich an….lässt sich gut führen
Hat bestimmt…..keine Allüren
Und so sind wir wunderbar
Ein perfektes Tangopaar

Welche Freude, welche Wonne
Alles strahlt bald wie die Sonne!
Wenn du willst ganz viel Plaisir
Tanze Tango…….zähl’ bis vier!





©Hilda Röder, im November 2004

Der Prinz im Rosenbogen

Heut’ hing er fest, mein lieber Mann
In meinem Rosenbogen
Ein langer Zweig hat sich befreit
Und ihn am Haar gezogen

Da er noch viele Haare hat
Von Glatze keine Spur
Hing er ganz fest und jammerte
Ach Gott, wer hilft mir nur

Mit Schere und in Leder
Hab’ ich ihn dann befreit
Und bändigte die Dornen
Das war wohl sehr gescheit!

Dornröschen tat es anders
Legte sich schlafen fein
Der Prinz musste sich selbst befrei’n
Hieb Zweige kurz und klein

So ändert heut’ sich die Geschichte
Frau hilft dem Mann in Todesnot
Sie wartet nicht auf zartem Kuss

Sonst wär’ der Prinz schon mausetot!





©Hilda Röder, im August 2004

Mein Kleiderschrank ist ein Museum!

Heut’ abend sind wir eingeladen
Mein Prinzchen und auch ich
Ich steh’ vor meinem Kleiderschrank
Und jammre fürchterlich

Was soll ich denn bloß anziehen
Ist alles doch so alt
Die Frauen kennen meine Sachen
Und Dich….Dich lässt das kalt!

Mein Kleiderschrank, mein Kleiderschrank
Gefüllt wie ein Museum
Nichts werf ich weg, nichts geb ich’ her
Sag’ Amen und Te Deum

Schau her, das kleine Schwarze
Schon zwanzig Jahr ist’s her
Bei unsrer Silberhochzeit
Weißt Du denn das nicht mehr?

Und hier der Hosenanzug
Was war der einst famos
Doch da war ich noch jung und schlank
Passte noch in die Hos’

Mein Kleiderschrank, mein Kleiderschrank
Gefüllt wie ein Museum
Nichts werf ich weg, nichts geb’ ich her
Sag’ Amen und Te Deum

Schau hier, das blaue Abendkleid
Da war ich achtzehn und noch schlank
Nun hängt’s und hängt und hängt und hängt
In meinem vollen Kleiderschrank

Kauf ich mir mal was Neues
Dann hab’ ich ein Problem
Kein Millimeterchen mehr Platz
Deshalb….. und außerdem….

Steh’ ich vor meinem Kleiderschrank
Gefüllt wie ein Museum
Es ist schon bald…..ich sage Dir
Groß wie das Kolloseum

Willst Du mal mein Museum seh’n?
Dann nimm Dir das Ersparte
Und ich verkauf Dir gern’ eine
Museumseintrittskarte!

Mein Kleiderschrank, mein Kleiderschrank
Gefüllt wie ein Museum
Nichts werf ich weg, nichts geb’ ich her
Sag’ Amen und Te Deum





©Hilda Röder, im März 2005

Erbsenrot und ihre Gedichte

......viel Spaß beim Schmökern!

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